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RASSEN:
Katzen und ihre Persönlichkeit
Unterschiede bei den Samtpfoten
nachts sind alle katzen grau

In der Nacht erscheinen alle Katzen grau. Tagsüber jedoch bekennen unsere samtpfötigen Hausgenossen Farbe, nicht nur durch ihr Aussehen, sondern besonders durch ihr einzigartiges Wesen.
VON DENISE SEIDL

 

1,6 Millionen Katzen leben in österreichischen Haushalten und stehen somit ganz oben auf der Liste der beliebtesten Haustiere. Die Raubtiere im Miniformat haben die Menschen seit jeher in ihren Bann gezogen. Im Laufe ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit dem Menschen wurden Katzen verehrt und geliebt, aber ebenso verfolgt und gehasst. Die Faszination für diese Tiere ist sicherlich nicht nur auf ihr Äußeres mit den prächtigen Fellfärbungen und ihre grazile Anmut zurückzuführen. Unergründlich und geheimnisvoll wirkt die Katze zuweilen auf uns, ihre Verhaltensweisen nicht immer vorhersehbar. Gerade die Individualität und Unabhängigkeit dieses Tieres, das großteils als Einzelgänger gilt und dennoch soziale Kontakte pflegt, begeistert. Ein Raubtier, das den Menschen als Sozialpartner auserwählt hat und, eines Tages der menschlichen Obsorge entzogen, problemlos in die ursprüngliche Wildheit zurückkehrt und sein Leben als Jäger wieder aufnimmt.

Jede ist einzigartig!
Ebenso vielfältig und unterschiedlich wie die menschlichen Charaktere sind die Wesenszüge der Katze. Das genetische Vermächtnis der Elterntiere, Erfahrungen, Lernprozesse und Vorlieben haben ebenso einen Einfluss auf die Persönlichkeitsbildung des jungen Tieres, wie das Lebensumfeld. Launenhaft und kratzbürstig, ruhig und anhänglich, übermütig und verspielt, zurückgezogen und grantig, neugierig und rastlos sind nur einige der Charaktereigenschaften, die wir Zweibeiner, die bei einer Katze wohnen, ihr zuschreiben. Katzenhalter wissen von der ausgeprägten Persönlichkeit ihrer Katze und haben diese zu respektieren gelernt.

Felix von der Wiese oder Klasse mit Rasse?
Das ist oft die Frage, wenn die Entscheidung für eine Katze gefallen ist. Für uns Katzenfans sind sie alle anziehend und charmant, ungeachtet der Herkunft. Doch einen kleinen Unterschied gibt es! Rassekatzen schreibt man je nach Standard ein entsprechendes Aussehen und bestimmte Wesenszüge zu. So wird die Perserkatze oftmals als friedfertig und ruhig beschrieben, während man die Siamkatzen als lebhaft und aufgeschlossen bezeichnet. Unsere Hauskatze hingegen gleicht einem Überraschungspaket. Unvorhersehbar, wie das Kätzchen aussehen wird und welche Charaktermerkmale es von Mama Katze oder Papa Kater als Startkapital in das Leben erhalten hat. Aber bekanntlich bestätigen Ausnahmen die Regel. So kommt es, dass die in Rasseportraits dargestellten Charaktere lediglich Richtlinien sind und Persönlichkeit und Lebensart des Katzenhalters auch noch einen bedeutenden Einfluss auf das Temperament der Gefährtin auf vier Pfoten haben.

Ein Charakter für jede Persönlichkeit!
Manchmal sind Katzen Ebenbild ihrer Bezugsmenschen, manchmal ziehen sich Gegensätze an. Und es kann durchaus sein, dass eine aktive, selbstbewusste Katze eine introvertierte Persönlichkeit aus der Reserve lockt und umgekehrt. In Beschreibungen mancher Katzencharaktere erkennt sich daher so mancher Katzenhalter wieder.
Gelassenheit und Friedfertigkeit zeichnen die Gruppe der Katzen aus, die nichts aus der Ruhe bringen kann. Vor allem die Perserkatze gilt als Diva mit faszinierend seidigem Haarkleid, welche Bequemlichkeit und Luxus zu schätzen weiß. In ihrer unaufdringlichen Art schließt sie sich ihrer Bezugsperson an und gilt als ausgeglichener Gefährte für Mensch und Tier, genauso wie die Britisch Kurzhaar, die Russisch Blau und die Exotisch Kurzhaar.
Sie wissen, was sie wollen und machen dies ihrem Menschen auch lautstark verständlich: Abessinier, Orientalen und Bengalen. Sie gehören zu den Rassen mit starker Persönlichkeit, die ihren Wünschen auf verführerische Art und Weise Ausdruck verleihen können. Aber auch eine Türkisch Van ist mehr als ein sanftes Kuscheltier und weiß, sich durchzusetzen.
Ein Haustier in seiner ursprünglichen „wilden“ Erscheinungsform: Die Maine Coon mit ihrem luchsartigen Aussehen und einem muskulösem Körperbau bietet sich als Gefährte für diejenigen an, die „back to the roots“ anstreben. Trotz ihrer imposanten Erscheinung ist die Maine Coon ein sanfter Riese, ausgeglichen und mit der Fähigkeit, eine enge Bindung zu ihrer Bezugsperson zu entwickeln. Auch die Norwegische Waldkatze entspricht diesem Bild der freiheitsliebenden Samtpfoten.
Als wahre Temperamentsbündel voller Lebensfreude verzaubern sie und lieben es, im Mittelpunkt zu stehen: Siam, Burma & Co. ziehen ungestüm, aber liebenswürdig ihre Umgebung in ihren Bann. Die Siam, wahrhaft königlichen Ursprungs, gilt als Athlet unter den Katzen. Extrovertiert, lebhaft und gesprächig, immer die Gesellschaft ihres Menschen suchend. Aber auch ihre Schwestern und Brüder, die Balinesen mit ihrem halblangen Haaren, die Burmesen mit ihrem samtigen Fell und die Orientalen mit ihren Edelsteinaugen machen ihrem Namen alle Ehre. Die Burmesen, besonders aber die Cornish Rex sind für ihre akrobatischen, übermütigen Einlagen berühmt.
Während es manchen Artgenossen nicht aufregend genug sein kann, reagieren Korat und Türkisch Angora sensibler auf Einflüsse aus ihrer Umgebung als andere und sind daher für eine ruhige Umgebung ohne Hektik und Stress ausgesprochen dankbar.

Salonlöwe oder Abenteurer
250 heimische Katzenbesitzer hat das Wiener Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT) zu den Eigenheiten ihrer Lieblinge befragt. Sechs Katzentypen haben sich bei der Befragung herausgebildet, welche die sprichwörtlich eigenwillige Natur der Katze in sehr unterschiedlichen Wesenszügen und Verhaltensweisen zeigen. Die größte Gruppe ist der „gemütliche Salonlöwe“. Unkompliziert, verschmust, anhänglich und menschenfreundlich wird nur die absolut notwendige Bewegung vom Schlafplatz zum Fressplatz und retour absolviert. Der „lebhafte Abenteurer“ oder „Zimmertiger“ hingegen liebt es, sich im Freien herumzutreiben. Temperamentvoll und selbständig steht er gerne im Mittelpunkt des Geschehens. Die „kapriziöse Schönheit“ bildet die drittgrößte Gruppe und macht ihrem Namen alle Ehre. Manchmal launisch und eigensinnig, bindet sie sich eng an den ausgewählten Menschen und „redet“ viel und betont lautstark ihre Forderungen. In kleinen Prozentsätzen sind das „scheue Reh“, der „vergnügte Senior“ und der „alte Uhu“ vertreten. Als Gast kann es einem schon passieren, dass man ein scheues  Sensibelchen überhaupt nicht zu Gesicht bekommt. Während der Senior viel mehr als in jüngeren Jahren schläft, zugleich schmusebedürftiger und anhänglicher ist, bewegt sich der altehrwürdige Uhu so gut wie gar nicht mehr und will seinen Tag auf kuschelig warmen Plätze in Ruhe verbringen.


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